Angefangen hat es 2002 mit den ersten eigenen Hosting-Diensten, 2003 kam die Lehre als Bürokaufmann dazu und ein Jahr später jene als IT-Techniker. Was daraus wurde, ist ein Weg durch fast alle Ebenen eines Internet Service Providers — Technik, technische Leitung, Operations und schließlich Vertrieb. Dass Betrieb und kaufmännische Steuerung selten in einer Person zusammenkommen, erweist sich immer wieder als der nützlichste Teil der Erfahrung; der Grundstein dafür liegt schon in diesen beiden Lehren.
Der rote Faden ist der Bau von Systemen, die im Dauerbetrieb bestehen müssen: die Steuerung der gesamten ISP-Technik, die Partnerplattform NGNet mit ihrer vollautomatisierten Verrechnung von mehreren tausend Kunden im Monat — und seit 2023 die Energiegemeinschaften samt der dafür entstandenen Plattform EEGControl. Gemeinsam ist ihnen, dass sie weiterlaufen müssen, wenn niemand hinsieht.
Was diese Systeme eint, ist die Automatisierung: Abläufe, die vorher jemand von Hand erledigt hat — Verfügbarkeiten prüfen, Bestellungen weiterreichen, Messwerte einlesen, Rechnungen legen, Erinnerungen versenden — laufen heute ohne Zutun. Der Aufwand steckt einmalig im Bau und spart danach jeden Monat Stunden. Seit Sprachmodelle brauchbar geworden sind, kommt eine weitere Schicht dazu: Arbeit, die sich bisher nicht in feste Regeln fassen ließ.
Seit zwanzig Jahren kommt Vereinsarbeit dazu — vom Computerclub über die Energiegemeinschaft bis zum Sportschützenverein. Sie endet regelmäßig dort, wo die Technik anfängt: bei der Frage, wer die Software dafür baut.
Dazu kommen 14 Jahre in politischen Gremien und Aufsichtsräten. Das klingt zunächst nach einem anderen Thema, ist aber praktisch: Projekte scheitern selten an der Technik, sondern häufiger an Beschlüssen, Fristen und Zuständigkeiten.
















